Wipperbrücke - Ersatzbauwerk soll im Oktober übergeben werden
Nach der Winterpause haben die Arbeiten an der neuen Wipperbrücke in Mehringen wieder begonnen
Anfang der Woche haben die Bauarbeiten für die neue Wipperbrücke in Mehringen wieder begonnen. (FOTO: FRANK GEHRMANN)
MEHRINGEN/MZ. In dieser Woche wurden die Bauarbeiten an der Wipperbrücke in Mehringen nach einer achtwöchigen Winterpause wieder aufgenommen. Die Kosten für den Ersatzneubau betragen rund eine Million Euro. Die jetzige Brücke musste weichen, da sie in ihrer Tragfähigkeit beschränkt war und nicht mehr den verkehrlichen Anforderungen gerecht wurde (die MZ berichtete).
Am 1. Oktober vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten. Vermessungsingenieure waren vor Ort und haben Suchschachtungen vorgenommen. Wie Sebastian Schneider vom Landesbetrieb Bau, Niederlassung West in Halberstadt, auf Anfrage der Mittledeutschen Zeitung mitteilte, "gab es viele Hindernisse im Baugrund zu überwinden. Deswegen wurde die Gründungsform komplett von einer Schneidenlagerung auf eine Bohrpfahlgründung geändert. Hinzu kam ein defekter Schmutzwasserkanal im Bauwerksbereich, der saniert werden musste. Zu schaffen macht den Bauleuten aber auch der lange, kalte Winter und das Hochwasser", so Schneider.
Derzeit erfolgen Tiefbauarbeiten für die Gründung im Unterwasserbereich auf der Seite von Aschersleben kommend. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma HTB Gräfenhainichen mit Sitz in Bernburg sowie einer Magdeburger Spezialtiefbaufirma. Der Verkehr wird mittels Ampelregelung an der Baustelle vorbeigeführt, im Mai soll eventuell eine Vollsperrung der Straße erfolgen. Die geplante Verkehrsfreigabe ist für den 29. Oktober vorgesehen und am 15. November sollen die Arbeiten dann endgültig beendet sein, sagt Sebastian Schneider.
Nach dem langen und frostigen Winter wurde jetzt auch mit der Beseitigung der Winterschäden auf den Straßen begonnen. Über mögliche Kosten dafür konnte der Landesbetrieb noch keine Aussagen treffen. "Landesweit wird mit zusätzlichen Kosten in Höhe von sechs Millionen Euro gerechnet. Im Salzlandkreis ist die Niederlassung West für etwa 221 Kilometer Bundesstraße und 336 Kilometer Landesstraßen zuständig", so Schneider.
Die Mitarbeiter des Landesbetriebes Bau hatten in den vergangenen Wochen mit den extremen Witterungsbedingungen zu kämpfen. Die Räumfahrzeuge waren ständig unterwegs, befreiten Bundes- und Landesstraßen von Schnee und Eis. Der Winterdienst hatte sich gut auf die Situation eingestellt. Auf den Autobahnen und auf der neuen Bundesstraße 6 waren in Extremsituationen die Räum- und Streufahrzeuge rund um die Uhr unterwegs.
Mitteldeutsche Zeitung VON ELFI SCHURTZMANN, 26.02.10