Weitere Keller stehen unter Wasser

Weitere Keller stehen unter Wasser

MEHRINGEN/MZ. Mehringen hat das Wasserproblem noch immer nicht ganz in den Griff bekommen. Trotz zumeist trockenem Sommerwetters in den vergangenen Wochen, drückt das Grundwasser nach wie vor in einige Keller des Dorfes. Nach dem Hochwasser in der Drohndorfer Straße steht es jetzt auch in der Siedlung, wie in dieser Woche während der Ortschaftsratssitzung bekannt wurde.



"In meinem Heizungskeller steht das Wasser bei Starkregen fünf bis sechs Zentimeter hoch", sagt Axel Trimpert. Er habe gemeinsam mit seinem Nachbarn herausgefunden, dass das Grundwasser in diesem Jahr entschieden höher sei als das Mittelmaß. Das kann Karin Herdam vom Tiefbauamt der Stadt Aschersleben bestätigen. "Um 68 Zentimeter ist der Grundwasserspiegel gegenüber dem Mittelwert angestiegen." Das ergaben die Untersuchungen, die nach Bekanntwerden des Hochwasserproblems in der Drohndorfer Straße vorgenommen wurden. "Es wurde eine umfangreiche Ursachenforschung mit Kernbohrungen betrieben", berichtet Ortsbürgermeister Albrecht Schneidewind. Doch die Ergebnisse sind wenig beruhigend: "Das Problem lässt sich leider nicht lösen", gibt Tiefbauamtsmitarbeiterin Herdam zu. "Der Verdacht, dass die undichte Kanaltrasse verantwortlich für das Wasser ist, hat sich nicht bestätigt", sagt Herdam. Vielmehr liege es am Boden, der derart mit Wasser gesättigt sei, dass es nicht mehr abfließen könne. Der Grund sind die unterschiedlichen Schichten des Bodens, die zum Teil das Wasser nicht durchlassen.

Während sich die Situation in der Drohndorfer Straße seit Juli etwas entschärft hat, müssen die Anwohner der Siedlung bei jedem größeren Gewitter auf einen trocken bleibenden Keller hoffen. "Das liegt an dem Geröll, das von der Schackstedter Straße in unsere Gullys gespült wird und diese verstopft", erklärt Anwohner Trimpert. Das Wasser laufe dann in die Keller. Doch auch hier konnte Ortsbürgermeister Schneidewind am Freitag eine glückliche Wende vermelden: "Das Tiefbauamt war am Donnerstag bei dem Starkregen vor Ort." Es wurde entschieden, den Schotterplatz mit einer höheren Bordsteinkante zu versehen, so dass das Geröll nicht mehr die Gullys verstopfen kann. So sollten nach Meinung Schneidewinds die Keller in der Siedlung künftig trocken bleiben.

Mitteldeutsche Zeitung VON KATHARINA THORMANN, 06.08.10

Zurück zur Übersicht