Schüler bauen sprichwörtlich Windmühlen

Schüler bauen sprichwörtlich Windmühlen

Grundschule Mehringen

Luka aus der vierten Klasse ist ganz bei der Sache.  (BILD: Frank Gehrmann)
Beim Tag der offenen Tür präsentiert sich die Grundschule Mehringen in der Olearius-Schule. Grundschüler führen ein vorweihnachtliches Programm auf. Kreative Projekte laden Interessierte zum Mitmachen ein.

Aschersleben/MZ.
Weihnachtlich geschmückt ist der große Flur in der Olearius-Schule. Doch eingeladen zum Tag der offenen Tür hat die Grundschule Mehringen - sie hat seit drei Jahren ihr Domizil im Bestehornpark. Bilder von den Jungen und Mädchen, die sie im Unterricht oder in der Kreativwerkstatt angefertigt haben, sind ausgestellt. Der Flur hat sich in eine kulturelle Stätte verwandelt. Am Dienstag-Nachmittag traf sich die „Schulfamilie“, um miteinander bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. Zuvor führten die Grundschüler ein vorweihnachtliches Programm auf.



Kreative Projekte luden zum Mitmachen ein. Kleine Adventsgestecke oder Figuren aus Kochlöffeln und Zwiebeln konnten gebastelt werden. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. „Wir haben hier viel Farbe reingebracht. Das ist wichtig für eine kinderfreundliche Umgebung. Heute ist jeder willkommen, der uns über die Schulter schauen möchte“, erklärte Schulleiterin Silvia Wollmann.

Zum Tag der offenen Tür lud die Schule ein, um sich über die Arbeit mit den Kindern sowie die Lerninhalte und -ziele zu informieren. „Wir haben den Umzug nach Aschersleben auch als Möglichkeit gesehen, neue Wege zu gehen. In den größeren Räumen lässt sich zum Beispiel Gruppenarbeit besser umsetzen“, so Silvia Wollmann.

Wie das aussehen kann, zeigte Anne Amtmann mit ihrer dritten Klasse. Sie hatte auch noch eine Überraschung für die Schüler parat. „Es werden Weihnachtsdetektive unterwegs sein.“ Mehr wollte sie nicht verraten.

Mit Mädchen und Jungen der ersten und zweiten Klasse arbeitete Corina Frölich. Die Schüler konnten Wunschzettel anfertigen. Je nach Können und Alter standen drei Varianten zur Verfügung. „Es ist schön zu sehen, wie sich die Kinder untereinander helfen. Das ist auch wichtig für den sozialen Umgang miteinander“, schildert die Schulleiterin. „Es war und ist nicht einfach, das neue Schulprogramm umzusetzen. Doch trotz des Umzuges sind wir immer positiv an die Sache herangegangen“, sagt sie und zitiert ein Sprichwort: „Wenn Sturm aufzieht, bauen die einen Schutzmauern und die anderen Windmühlen. Wir haben Windmühlen gebaut“, meint sie nicht ohne Stolz auf das Erreichte.

Dennoch kann Heimweh nicht ganz vom Tisch gewischt werden. „Der Schulgarten, der Spielplatz, den die Eltern mit aufgebaut haben, und die ruhige Schulumgebung fehlen uns natürlich. Deshalb freuen wir uns auf den kommenden Sommer, wenn wir wieder nach Mehringen zurückkehren können“, blickt Silvia Wollmann schon nach vorn. „Doch heute wollen wir uns auf Weihnachten einstimmen und die Hektik draußen lassen.“

Mitteldeutsche Zeitung von Thorsten Köhler, 10.12.2013 20:07 Uhr

 

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