LPG-Brache soll künftig Energie aus der Sonne liefern

Auf dem einstigen LPG-Gelände soll die Photovoltaik-Anlage entstehen. (FOTO: MZ)
MEHRINGEN/MZ. Am Ortsrand von Mehringen soll einen Photovoltaik-Freiflächenanlage entstehen. Zwei Hektar groß ist der Bereich, auf dem zukünftig Solarzellen die Sonnenenergie in elektrische Energie umwandeln. Über das Vorhaben informierte Jens-Peter Finke, Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Aschersleben, in dieser Woche die Ortschaftsräte in Mehringen.
Neuer Flächenplan erforderlich
Denn um mit dem Bau der Anlage auf der ehemaligen Stallanlage der LPG Mehringen an der Drohndorfer Straße beginnen zu können, muss der aus dem Jahr 1994 stammende Flächennutzungsplan des Ortes verändert werden. Einstimmig befürworteten die Räte die Änderung, drückten zum Teil aber ihre Bedenken gegenüber den ver
änderten Plänen der Dorfflächen außerhalb des bebauten Innenbereichs aus. "Gibt es mit dem neuen Plan keine Möglichkeit mehr, Einfamilienhäuser im Außenbereich Mehringens zu bauen?", hakte Ortschaftsrätin Silvia Wollmann nach.
"In den neuen Plänen werden keine Erweiterungsflächen für den Ort ausgewiesen. Das hängt mit den sinkenden Bevölkerungszahlen zusammen", erklärte der Stadtplaner Finke. Jeder, der in Mehringen Wohnraum benötige, würde diesen auch ohne einen Neubau auf dem Außenbereich finden. Doch soweit sei man mit dem neuen Flächennutzungsplan noch nicht. Vielmehr sei es jetzt wichtig, das Änderungsverfahren zunächst erst einmal einzuleiten. Später bestünde ein Gestaltungsraum, den auch die Ortschaftsräte mitbestimmen könnten.
Speziell für das Gebiet der ehemaligen LPG wurde zudem beschlossen, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für die Photovoltaik-Anlage auf den Weg zu bringen.
Seit April liegt der Antrag vor
Bereits seit April liegt der Antrag zweier ortsansässiger privater Investoren bei der Stadt Aschersleben vor. Geplant ist, dass mit dem Bau der Anlage in anderthalb bis zwei Jahren begonnen werden kann.
Demnach sollen die Module auf der Fläche ringsum von Pflanzen begrenzt werden, damit die Solarplatten von der angrenzenden Kleingartenanlage Goldene Aue nicht mehr sichtbar sind.
Mittteldeutsche Zeitung VON KATHARINA THORMANN, 05.08.10