Fruchtalarm mit 23,7 Kilogramm
Hans Ellinger aus Mehringen hat in diesem Jahr in seinem Garten viele Kürbisse und Zucchini geerntet. Dabei sind einige Prachtexemplare. (FOTO: GEHRMANN)
MEHRINGEN/MZ. Er ist eine typische Herbstfrucht: Farbe orange, 30 Zentimeter hoch, der Umfang misst 1,50 Meter und die Waage zeigt 23,7 Kilogramm an. Dieser Fruchtalarm gehört Familie Ellinger in Mehringen. Es ist der größte von 18 geernteten Kürbissen, die die beiden Hobbygärtner sichtbar in ihrem Garten an der Hauptstraße präsentieren und Grund genug, um bei der MZ-Fruchtalarm-Aktion mitzumachen.
"Kürbisse bauen wir schon seit zwanzig Jahren an. Ebenso Zucchini", erzählt Erika Ellinger. Der Samen dafür stamme immer von den eigenen Früchten. Viel Kürbis werde nicht gegessen, denn die beiden Mehringer mögen lieber Zucchini. Als Suppe, im Auflauf, mit Gehacktes gefüllt und dann im Ofen gebacken oder gebraten.
Von den Kürbissen allerdings werde jedes Jahr Marmelade hergestellt. "Aber erst zu Halloween. Da wird der Kürbis gehöhlt und geschnitzt und wieder im Garten aufgestellt", sagt sie. Das Rezept für die Marmelade sei ganz einfach. Ein Kilogramm Kürbisfleisch, 500 Gramm Äpfel werden zusammen mit Gelierzucker 1:3 gekocht und anschließend in Gläser gefüllt. "Das ist ganz einfach. Mehr braucht man nicht. Die Marmelade hat den Vorteil, dass sie nicht so süß ist", erzählt sie weiter. Einige Kürbisse werden verschenkt, die anderen an die Enten verfüttert. Und die würden die Herbstfrüchte besonders gern fressen. "Dieses Jahr war ein richtiges Kürbisjahr. So groß waren sie noch nicht. Und von den zehn Pflanzen habe ich immerhin 18 Stück geerntet", erzählt Hans Ellinger. Erst die große Hitze und dann der viele Regen seien recht nützlich dafür gewesen. Auch die Zucchini seien in diesem Jahr besonders gut gekommen. Von seinen zehn Pflanzen habe er 40 grüne und 40 gelbe Zucchini geerntet.
Die Kerne der Früchte werden immer aufgehoben und getrocknet. Erstens, um daraus neue Pflanzen zu ziehen, und zweitens nutzt die Familie die Kürbiskerne zur Gesundheit. "Wir kochen davon Tee. Der ist gut gegen Erkältungen, Blasen- und Prostataerkrankungen", sagt er. Für den Tee werden ein paar Kerne klein gehackt und diese mit heißem Wasser überbrüht. Dann zehn Minuten ziehen lassen.
Mitteldeutsche Zeitung VON MARION POCKLITZ, 15.10.10