Feuer in Mehringer Imbiss - „Gulaschkanone“ brennt ab
Die Feuerwehren aus Drohndorf und aus Mehringen löschten den Brand. Paletten hatten Feuer gefangen.
(BILD: Frank Gehrmann)
Der Mehringer Imbiss an der Landstraße ist nicht mehr zu retten. Ein Feuer hatte am Donnerstag alles zerstört. Besitzer Harald Schmidt geht von Brandstiftung aus und hat eine Belohnung ausgesetzt. Er ist nun erstmal arbeitslos.
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Mehringen.
Am Freitagmorgen hat „Gulaschkanonen“-Betreiber Harald Schmidt die Bestätigung, dass sein kleiner Imbiss, direkt an der Landstraße gelegen, nicht zu retten ist. Am Donnerstagabend hatten gelagerte Paletten aus Holz Feuer gefangen.
Schnell gelöscht
Am Donnerstag um 21.50 Uhr wurde die Rettungsleitstelle über den Brand des Imbisses, der sich zwischen Mehringen und Schackstedt befindet, in Kenntnis gesetzt. Axel Trimpert, Wehrleiter der Mehringer Feuerwehr, sagte der MZ, dass etwa 13 Kameraden aus Mehringen und etwa genau so viele aus Drohndorf den Brand bis 22.45 Uhr gelöscht hatten. (asm)
Das Gebäude ist an der Außenseite mit einer Wellblechverkleidung ausgestattet gewesen. Diese ist beim Brand geschmolzen. Auch die Innenausstattung wurde zerstört. Die Feuerwehren aus Mehringen und Drohndorf rückten an, um das Feuer zu löschen.
„Die Öfen waren alle aus, das kann nur Brandstiftung gewesen sein“, sagt Harald Schmidt. Die Polizei ermittelt, denn auch sie schließt zum gegenwärtigen Zeitpunkt Brandstiftung nicht aus.
Bereits vor zwei Jahren hat die Gulaschkanone gebrannt. Damals fand die Polizei bei ihren Ermittlungen Brandbeschleuniger.
„Ich habe keine Feinde - hier ging es eigentlich immer lustig zu“, sagt Harald Schmidt. Wer einen Hinweis liefern kann, der zur Ergreifung des Täters führt, dem winke eine Belohnung von 250 Euro, hat der 62-Jährige entschieden. „Es ist nichts mehr zu retten“, sagt er. Der Imbiss bleibt deshalb bis auf weiteres geschlossen. Schmidt war am Freitag sogar beim Arbeitsamt und hat sich alle nötigen Unterlagen geholt, um sich arbeitslos zu melden.

Die Inneneinrichtung ist zerstört.
(BILD: Gehrmann)
Wann, wie und ob es mit dem Imbiss weitergeht, kann er zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen. „Ich muss das erst verarbeiten und abwarten, was bei den Ermittlungen herauskommt.“

Seit 1999 betreibt Harald Schmidt den Imbiss mit der Gulaschkanone an der L85. Die Gespräche mit den Mehringer Stammkunden und anderen älteren Kunden werden ihm fehlen. „Das war immer wie ein kleiner Treffpunkt. Klatsch und Tratsch wurden ausgetauscht und jeder erfuhr etwas, was er noch nicht wusste“, sagt Schmidt. Es breche ihm das Herz, aber so lange nicht klar ist, wie sich die Paletten entzündet haben, kann er nur abwarten. (mz)
Mitteldeutsche Zeitung vom 13.02.2015 von Anne Schneemelcher