Eine kleine Mozartmusik
Das Mitmach-Theater „Kolorit“ erfreut bei seiner Aufführung Mehringer Grundschüler. Um spielerische Wissensvermittlung geht es dem Ensemble Kolorit, das neben dem Mozart-Programm für Kinder noch zahlreiche weitere Stücke, unter anderem zu Bach und Luther, im Repertoire hat.
Es geht um Mozart und natürlich um dessen Musik. Um die Kleine Nachtmusik, um Papageno und eine Vogelflöte. „Die Kinder sollen Lust bekommen auf Mozart“, sagt Thomas Volk, der mit Ute Reintjes als Teil des Mitmachtheaters „Kolorit“ unterwegs ist und am Dienstag in der Mehringer Grundschule Station machte. Und damit die Kinder Freude am Werk des großen Komponisten bekommen, werden sie von Anfang an einbezogen in das Stück. Sie beobachten die Familie Mozart beim Umziehen.
Das Geld ist wieder mal knapp, die Miete nicht bezahlt, was an den nächtlichen Spielorgien von Johann Wolfgang Amadeus liegt. Seine Frau Konstanze findet das nicht lustig, doch sie liebt ihren Mann und dessen Kompositionen. Beim Packen finden sich Notenblätter und eine Vogelpfeife - und schon sind die Akteure bei der „Zauberflöte“ und mitten drin im Geschehen.
Spielerische Wissensvermittlung
Um spielerische Wissensvermittlung geht es dem Ensemble Kolorit, das neben dem Mozart-Programm für Kinder noch zahlreiche weitere Stücke, unter anderem zu Bach und Luther, im Repertoire hat. Schulleiterin Silvia Wollmann freut sich über die Möglichkeit, das einstündige Programm, bei dem die Kinder eifrig mitsingen und mitklatschen, an die Schule holen zu können. Eine finanzielle Förderung des Landes macht es möglich. Zwar freue sie sich, nach jahrelangem Asyl in Aschersleben mit Kindern und Kollegium wieder in Mehringen zu sein. Auf der anderen Seite wird es nun wieder aufwändiger, kulturelle Angebote der Stadt zu nutzen.
Auch der studierte Pianist Thomas Volk weiß, dass es für Kinder auf dem Land oft schwieriger ist, „irgendwohin zu kommen.“ Hinzu komme die dünner werdende Theaterlandschaft. „Deshalb gehen wir eben zu den Kindern in die Schulen“, sagt er. Er und seine Kollegin waren viele Jahre bei festen Ensembles angestellt, die Arbeit bei „Kolorit“ lief nebenher. Inzwischen fühlen sich beide sehr wohl damit, ausschließlich theaterpädagogisch zu arbeiten. (mz)
Mitteldeutsche Zeitung von Kerstin Beier vom 18.12.2014