Aschersleben stellt eine eigene Wunschliste auf

Aschersleben stellt eine eigene Wunschliste auf

Grundschule Mehringen
Die Sanierung der Grundschule Mehringen hat es im Vorschlag für eine Prioritätenliste der Stadt auf Platz drei geschafft. (FOTO:FRANK GEHRMANN)

ASCHERSLEBEN/MZ. Die Stadt Aschersleben versteht und propagiert sich als Bildungsstandort. Trotzdem sind noch einige Wünsche offen. Die betreffen beispielsweise die Gebäude und Grundstücke, in und auf denen die Schulen und Kindertagesstätten , die sich in städtischer Trägerschaft befinden, untergebracht sind.



Am Donnerstag beschäftigt sich der Stadtrat in einer außerordentlichen Sitzung in einem von zwei Tagesordnungspunkten mit der Aufstellung einer Prioritätenliste, nach der künftige Sanierungs- und Bauvorhaben von Schulen und Kitas abgearbeitet werden sollen. Allerdings - und das ist der Haken an der Sache - fließt diese Wunschliste in eine andere Prioritätenliste ein. Die wird vom Salzlandkreis aufgestellt und an das Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalt weitergeleitet. Von dort aus sollen dann, im Rahmen des sogenannten Innovations- und Investitionsprogramms zur Modernisierung und energetischen Sanierung von Kindertagesstätten und Schulen sowie zur Verbesserung der informationstechnischen Ausstattung an Schulen - auch Stark III genannt - Fördermittel lockergemacht werden. Auf welchem Platz am Ende die von der Stadt Aschersleben geplanten Bau- und Sanierungsarbeiten landen, bleibt abzuwarten. Trotzdem will sich die Stadt diese Chance nicht entgehen lassen.

Am Donnerstag sollen die Mitglieder des Stadtrates über eine Beschlussvorlage entscheiden, in der die Prioritäten aus Sicht der Stadt festgelegt werden.

Dringender Handlungsbedarf wird dabei in der Sanierung des Hauses II des Gymnasiums Stephaneum gesehen. Deshalb steht dieses Vorhaben ganz oben auf der Liste. Dort sollen unter anderem die Keller trockengelegt sowie das Eingangsportal, Fenster und die Fassade saniert werden. Dafür würden insgesamt Kosten von rund 1,6 Millionen Euro anfallen. Bei einer 70-prozentigen Förderung würde der Eigenanteil der Stadt 474 645 Euro betragen. Außerdem sieht die Beschlussvorlage vor, die Sporthalle am Haus II zu einer Mensa umzubauen. Eine andere Variante wäre der Abriss der Sporthalle.

Eine wichtige

Position ist der Ersatzneubau der Sporthalle für die Grundschule "Pfeilergraben" in Aschersleben. Bei einem finanziellen Gesamtvolumen von 1435700 Euro entfällt dabei auf die Stadt ein Eigenanteil von 430710 Euro.

Die Grundschule

in Mehringen, die für 1,7 Millionen Euro (Eigenanteil der Stadt 510 000 Euro) komplett saniert werden soll, steht auf der Prioritätenliste ebenso weit oben. Zudem plant die Stadt für die Grundschule eine neue Sporthalle, wofür noch einmal rund 1,4 Millionen Euro (Eigenanteil der Stadt 430  710 Euro) eingesetzt werden müssten.

Die Fertigstellung

der Sanierung der Sporthalle der Grundschule "Staßfurter Höhe" in Aschersleben ist ein weiteres Puzzleteil im Schulentwicklungsplan. Dort wurde die Halle bereits entkernt und ein neues Dach aufgesetzt. Ansonsten wartet das Gebäude darauf, wieder als Sporthalle genutzt werden zu können. Dafür müssten noch 700  000 Euro (Eigenanteil der Stadt 210 000 Euro) locker gemacht werden.

Wichtig für die

Stadtväter ist auch die Sanierung der Grundschule "Luisenschule" in Aschersleben. Für Gesamtkosten in Höhe von 620  000 Euro (Eigenanteil der Stadt 186 000 Euro) soll das Schulgebäude trockengelegt, die Außentüren erneuert, eine Dämmung zum Dach eingezogen, Innentüren saniert und eine Nottreppe installiert werden.

Außerdem liegt eine

Prioritätenliste für die Sanierung mehrerer Kindertagesstätten vor. Das sind in der Reihenfolge die Kitas Mehringen, Westdorf sowie "Pünktchen" und das "Kinderhaus" Montessori in Aschersleben, was der Stadt rund 500 000 Euro kosten würde.

Mitteldeutsche Zeitung VON HARALD VOPEL, 10.04.12

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